Gertrud Teusen - Buchautorin und Textcoach
Wenn nichts mehr bleibt, wie es mal war... Viele Menschen sind überfordert, wenn der Partner oder ein Familienmitglied krank wird oder gepflegt werden muss. Das ist eine belastende Situation für alle Beteiligten. Schon ein Moment im Leben kann darüber entscheidet, wie wir mit dem anderen sprechen, ihn halten oder eben auch ganz offen unsere Meinung sagen. Mein neues Buch "Vom Glück und Schmerz sich um andere zu kümmern" handelt von Beziehungen in Zeiten der Krise. Jetzt schon als ebook und ab 12. Mai 2020 im Buchhandel.






















Helene Jarmer, Schreien nützt nichts, Mittendrin statt still dabei

Helene Jarmer

Schreien nützt nichts

Mittendrin statt still dabei

Die Geschichte von Helene Jarmer liest sich wie das Drehbuch zu einem Hollywood-Film: Als Tochter gehörloser Künstlereltern wird sie in Wien geboren und verliert dann selbst im Alter von zwei Jahren bei einem Autounfall ihr Hörvermögen. Mit ihrer gesellschaftskritischen Autobiografie möchte Helene, die mittlerweile im Österreichischen Nationalrat als Behindertensprecherin der GRÜNEN agiert, Zeichen setzen für mehr Toleranz, Selbstbestimmung und ein barrierefreies Miteinander. Sie hat bewiesen, dass sie alles erreichen kann, was sie sich vorgenommen hat - Chapeau Frau Jarmer!

Meine Aufgabe bei diesem Projekt: Textcoach











Helene Jarmer, Schreien nützt nichts, Mittendrin statt still dabei, südwest, München 2011, 19,99 €, ISBN 978-3-517-08659-0


"Schreien nützt nichts"...

... das ist der Titel eines ganz besonderen Buchprojekts. Die Autorin Helene Jarmer kommt aus Österreich und ist Politikerin. Für mich persönlich war dieses Buch eine große Herausforderung, denn Helene erzählt darin ihre sehr ungewöhnliche Geschichte: Als Tochter gehörloser Künstlereltern wird sie in Wien geboren und verliert dann selbst im Alter von zwei Jahren bei einem Autounfall ihr Hörvermögen.
Siebenmal trafen wir uns -gemeinsam mit einer Gebärdensprachen-Dolmetscherin- in Wien. Es war eine sehr intensive Zusammenarbeit, in der ich sehr viel gelernt habe. Nein, die Gebärdensprache gehörte nicht dazu. Allerdings so manche Lektion in Sachen Selbstbestimmung, Toleranz und ein barrierefreies Miteinander.
Immer wieder musste ich mich disziplinieren, meine Fragen an Helene und nicht an die Dolmetscherin zu richten. Immer wieder habe ich mich dabei ertappt, dass ich lauter sprach als eigentlich notwendig. Ja, schreien nützt nichts.
Als kleines Privileg habe ich mir bei der Zusammenarbeit einen Gebärdensprachen-Namen erarbeitet: Die Handbewegung, die man macht, wenn man mit den Löffel in der Kaffeetasse rührt.