Gertrud Teusen - Buchautorin und Textcoach
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Rückrufaktionen 3

Es ist Mitte Dezember und unsere täglichen Gassirunden finden erstaunlicherweise bei strahlendem Sonnenschein statt. Endlich haben wir auch eine Tageszeit gefunden, an denen wir nicht ständig irgendwelchen neon-bekleideten Joggern, spazierenden Rentnern oder Rennradlern ausweichen müssen. Und dementsprechend darf Hugo von der Leine und sich so richtig austoben. Unseren Rückruf (ein schlichtes "Hier") haben wir mittlerweile so gut perfektioniert, dass Hugo auch angesichts drohende Ruhestörer oder potentieller Spielkameraden abgerufen werden kann. Meine Stimme habe ich gut unter Kontrolle und deshalb kommt Hugo dann auch und holt sich gern seine Belohnung dafür ab. Besonders stolz macht es mich, dass er auf dem Rückweg zum Auto wunderbar "bei mir"-geht, also rechts neben mir.

Doch keine Regel ohne Ausnahme - und das war heute. Aus dem ruhigen "bei mir" heraus, nahm Hugo ad hoc seine "ich bin die Polizei"-Position ein. Er starrte hinaus auf den gepflügten Acker, spitze die Ohren und rannte los. Warum nur? Weit und breit nichts zu sehen. Mein Rückruf verhallte ungehört, noch nicht einmal eines Blickes wurde ich gewürdigt. In erheblicher Distanz kam mein "Polizist" zum Stehen. Der ganze Hundekörper signalisierte "Alarm". Ganz flüchtig nahm ich ein metallenes Geräusch war. Tinnitus? Nein, schon war es vorbei und Hugo trabte locker zurück zu mir.

Mit zwei Folgen des allseits beliebten Themas "Rückruf beim Hund" wollte ich das Thema ja ruhen lassen. Erstaunlicherweise fällt mir immer wieder etwas dazu ein oder auch auf. Aus gegebenem Anlass hier ein kleiner Exkurs zum Thema "Konsequenzen der Erziehung".

An der Leine gingen wir die letzten Meter zum Auto und da sah ich dann, was meinen Hugo zu so einem Schnellstart verleiten konnte.

Auf der gegenüberliegenden Seite der Straße übte ein Paar mit seinem Hund den Rückruf mittels Hundepfeife. Im Junghund-Kurs II wurde uns ebenfalls der Erwerb einer Hundepfeife ans Herz gelegt. Wir haben das damals auch trainiert, erst zuhause, dann im Garten und schließlich "in freier Wildbahn". Wirklich gebraucht haben wir die Pfeife nur zweimal. Beide Male hat es funktioniert. Damals erklärte uns die Hundetrainerin, dass die Pfeife sozusagen der "final call" ist. Der Hund muss wissen, dass - wenn die Pfeife zum Einsatz kommt- der sofortige Rückzug angesagt ist.

Der Hund auf der anderen Straßenseite wusste das offenbar nicht. Lustig tanzte er um seine Menschen herum, die unablässig mit der Hundepfeife pfiffen, ohne dass es einen ersichtlichen Grund dafür gab. So wird das nix, liebe Leute... Geht besser nochmal zurück auf Anfang. Ach, und danke dafür, dass ich nun weiß, dass für Hugo der Pfiff der Hundepfeife immer noch "Alarm-Wirkung" hat.